Wegbereiterin für Innovationen und Start-ups
Die Idee für ein eigenes Unternehmen ist entwickelt. Aber wie geht es dann weiter? Was muss man bei rechtlichen und finanziellen Fragen beachten? Ist der Businessplan realistisch? Welche Markteintrittsstrategie eignet sich am besten für das eigene Unternehmen?
Digitale Plattform für Spritzgussmaschinen
Spritzgussmaschinen produzieren einen Großteil der Kunststoffteile wie Flaschendeckel oder Dübel. Den Einrichtungsprozess dieser Maschinen, der aufgrund des komplexen Materialverhaltens von Kunststoff sehr herausfordernd ist, hat das Start-up OSPHIM mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz optimiert. In der Praxis wird vielfach auf Expertenwissen zur Auswahl von Prozesseinstellungen gesetzt, während die Forschung verstärkt auf spezifische, datenbasierte Ansätze zur Prozesseinstellung setzt. Maschinelle Lernverfahren benötigen traditionell viele Daten und verursachen viel Aufwand für den Anwender, um die Methoden gewinnbringend einsetzen zu können. Über seine digitale Plattform transferiert OSPHIM aktuelle Forschungsresultate in einfach zu bedienende und erweiterbare Anwendungen, um vorhandenes Expertenwissen in der Fertigung mit intelligenten Algorithmen zu ergänzen.
KI-gestützte Lösungen im Bereich der psychischen Gesundheit
Eine andere Perspektive auf Künstliche Intelligenz verfolgt das Start-up Exaia Technologies, das ebenfalls im Rahmen des RWTH Incubation Programs gecoacht wurde. In kritischen Bereichen wie dem Gesundheitswesen oder dem Finanzwesen ist die Implementierung transparenter Entscheidungsfindungssysteme nicht nur vorteilhaft, sondern unerlässlich, um optimale Ergebnisse zu gewährleisten und potenzielle Risiken zu minimieren. Exaia Technologies konzentriert sich derzeit auf die Entwicklung vertrauenswürdiger KI-gestützter Lösungen zur Förderung der Präzisionsmedizin, insbesondere im Bereich der psychischen Gesundheit. Das interdisziplinäre Team, bestehend aus RWTH-Alumni aus den Bereichen Computerlinguistik und Informatik, widmet sich speziell der Entwicklung von menschenzentrierten und erklärbaren KI-Lösungen für die Früherkennung, datengesteuerte Überwachung und Bewertung von Behandlungserfolgen bei neurodegenerativen und psychischen Erkrankungen auf der Grundlage von digitalen Biomarkern und maschinellem Lernen. Dabei stützt sich das Start-up auf mehr als zehn Jahre gemeinsamer multidisziplinärer Forschung und Expertise, um Spitzenleistungen in Künstlicher Intelligenz und natürlicher Sprachverarbeitung zu erzielen.