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Oliver Sondhauß (rechts im Bild, WBA) im Gespräch mit Interessierten.
Oliver Sondhauß (rechts im Bild, WBA) im Gespräch mit Interessierten.

Wenn Routinen der Wertschöpfung im Weg stehen

Viele Unternehmen haben moderne IT, aber immer noch analoge Routinen. Daten liegen in verschiedenen Systemen, Informationen müssen zusammengetragen, per Mail nachgefragt und in Excel konsolidiert werden. Die kommende Ausgabe von F&E ONSITE!, einem gemeinsamen Format der WBA Aachener Werkzeugbau Akademie, der AGIT Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer und der RWTH Aachen Campus GmbH, setzt am 24. Februar genau dort an: Wie lassen sich Suchläufe, Abstimmungsschleifen und manuelle Datensammlungen so reduzieren, dass wieder Zeit für Entscheidungen und Entwicklung bleibt?

Der Themenimpuls „Agentifizierung als Gamechanger zur Steigerung der Wertschöpfung“ nimmt den Arbeitsalltag in den Blick: Angebote vorbereiten, Statusinformationen zusammensuchen, Daten aus unterschiedlichen Quellen abgleichen – viele Stunden pro Woche, die wenig mit eigentlicher Wertschöpfung zu tun haben.

Vorgestellt wird der Ansatz einer Agentenplattform, die vorhandene Systeme wie ERP, CRM, PDM, CAD, MES oder IIoT nicht ersetzt, sondern miteinander ins Gespräch bringt. Spezialisierte Software-Agenten übernehmen typische Fleißaufgaben: Informationen zusammentragen, Daten prüfen und Inhalte aufbereiten. Anhand praktischer Beispiele aus Vertrieb, Personalwesen oder Vertragsmanagement wird bei der Veranstaltung gezeigt, wo sich die Agenten sinnvoll einsetzen lassen, welche Voraussetzungen nötig sind und was sich im Alltag tatsächlich verändert, wenn Routinearbeit digital unterstützt wird.

Statt abstrakter KI-Diskussionen geht es um nüchterne Fragen: Wo entsteht heute Aufwand, den eigentlich niemand machen möchte? Und wie lässt sich ein erster, überschaubarer Einstieg in die Agentifizierung gestalten?

Der zweite thematische Schwerpunkt „Von der Vision zur Umsetzung: Transparenz schaffen durch die digitalisierte Produktionsmaschine“ richtet den Blick auf die Fertigung. Ausgangslage: eine heterogene Systemlandschaft, einzelne Insellösungen und nur begrenzte Transparenz darüber, was in der Fertigung an den Produktionsanlagen tatsächlich abläuft.

Gezeigt wird, wie eine digital vernetzte Produktionsmaschine zum zentralen Baustein einer durchgängigen Datenlandschaft werden kann. Mit dem Ziel, ein realistisches Bild zu erstellen, wie mehr Transparenz in der Fertigung erreicht werden kann, ohne den laufenden Betrieb zu überfordern. Im Vordergrund stehen dabei Fragen wie:

  • Wie lassen sich Maschinen-, Prozess- und Qualitätsdaten so erfassen, dass sie nutzbar werden – und nicht nur archiviert?
  • Wie kommen Informationen aus ERP, MES, IIoT, PDM und weiteren Systemen zusammen, ohne ein neues System zu schaffen?
  • Was bringt es konkret, wenn Kennzahlen automatisch erzeugt und Abweichungen früh sichtbar werden?

Die Veranstaltungsreihe F&E ONSITE! bleibt nicht nur bei Folien, sondern zeigt beim Demonstrationswerkzeugbau durch die Hallen der WBA, wie Daten erhoben, weiterverarbeitet und im Tagesgeschäft eingesetzt werden.

Im anschließenden Austausch besteht Raum für Fragen und Einordung: Wo stehen andere Unternehmen? Welche Hürden treten auf – technisch, organisatorisch, kulturell? Und welche nächsten Schritte sind im eigenen Umfeld realistisch?

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Verantwortung in F&E, Fertigung oder angrenzenden Bereichen tragen und wissen wollen, wie sich ihr Arbeitsalltag durch Agenten und digitalisierte Maschinen konkret verändern könnte. Nicht in fünf Jahren, sondern mit Maßnahmen, die sich zeitnah und schrittweise umsetzen lassen.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist bis zum 20. Februar unter diesem Link möglich. Die Veranstaltung findet in den Räumlichkeiten der WBA Aachener Werkzeugbau Akademie im Cluster Produktionstechnik am Campus-Boulevard 30 statt.

Über F&E Onsite: Das von der AGIT organisierte Format F&E Onsite bietet Forschungseinheiten der RWTH Aachen, der FH Aachen und dem Forschungszentrum Jülich eine Plattform, um sich regionalen Unternehmen vorzustellen und neue Kooperationen zu initiieren – direkt vor Ort (onsite).