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Nachgefragt bei Prof. Michael Riesener | Innovation GmbH

Wie gelingt der Transfer aus der Forschung in die Anwendung? Das RWTH Tech Impact Festival will hier nicht nur diskutieren, sondern etwas in Bewegung bringen. Professor Michael Riesener erklärt im Interview wie.

Das RWTH Tech Impact Festival bringt Forschende, Unternehmen, Innovatorinnen und Innovatoren zusammen, um Fortschritt voranzutreiben und die Technologien von morgen zu gestalten. An zwei Tagen – am 25. und 26. März 2026 – beleuchtet das Festival als Schaufenster der Technologien wichtige Entwicklungen unter anderem in den Bereichen KI, Next Generation Computing, nachhaltige Energie, Biotechnologie und Mobilität der Zukunft. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, die die Kluft zwischen Forschung und praktischer Anwendung überbrücken.

Professor Michael Riesener, Professor des Forschungsgebiets Deep Tech Innovation der RWTH Aachen und Geschäftsführer der RWTH Innovation GmbH, hat die Idee des Festivals entwickelt. Sein Ziel: Einen Ort für offenen Austausch, praktische Einblicke und neue Partnerschaften schaffen. Beim RWTH Tech Impact Festival im Hörsaalzentrum C.A.R.L. trifft Wissenschaft auf Industrie und Ideen werden in die Tat umgesetzt. Mit einer Mischung aus Keynote-Vorträgen, vertiefenden Workshops und interaktiven Networking-Formaten fördert das Festival den Dialog zwischen verschiedenen Disziplinen und Branchen. Es schafft eine Plattform für bedeutungsvolle Begegnungen und sichtbare Impulse.

Beim aktuellen Innovationsranking des BDI hat sich gezeigt: Deutschland gilt als stark in der Forschung, aber schwach im Transfer. Was läuft schief beim Weg von der Idee zum Produkt – und was braucht es, um das zu ändern?

Michael Riesener: Das Problem ist nicht nur ein deutsches, sondern ein europäisches. Wir beobachten ein strukturelles „Innovation Gap“ – eine Lücke im Innovationsprozess, die vor allem in der Mitte klafft: zwischen der Grundlagenforschung und der industriellen Anwendung. In den frühen Phasen, etwa der Grundlagenforschung, gibt es solide öffentliche Förderung. In den späten Phasen dominieren bilaterale Projekte oder klassische Auftragsforschung mit Unternehmen. Aber genau dazwischen, bei Technologiereifegraden 4 bis 6, also im Übergang vom Labor zur praktischen Erprobung, fehlt es häufig an passenden Förderstrukturen und Finanzierungsmöglichkeiten.

Was bedeutet das? Was fehlt?

Was wir brauchen, ist ein stärkerer Fokus auf „Translation“ – also auf das iterative, gemeinsame Arbeiten von Wissenschaft und Industrie in dieser kritischen Übergangsphase. Der klassische Technologietransfer folgt meist dem Prinzip: Die Forschung entwickelt etwas und gibt es an die Industrie weiter – ein „Technology Push“. Aber wir brauchen auch einen „Technology Pull“: die frühzeitige Einbindung der Industrie, die deutlich macht, was sie wirklich braucht, und die in dieser Phase aktiv mitgestaltet.

Einige Stiftungen, wie etwa die Joachim-Herz-Stiftung, beginnen bereits, dieses translational orientierte Arbeiten in den Mittelpunkt zu stellen. Langfristig brauchen wir eine Mischfinanzierung für diese Phase – aus öffentlichen Mitteln, aus der Industrie selbst, aber auch verstärkt von Stiftungen. Gleichzeitig müssen wir die Erfolgskriterien in der Wissenschaft neu denken.

Inwiefern?

Exzellente Forschung misst sich bislang an Publikationen und Zitierungen – etwa am H-Index. Doch wenn wir den Transfer wirklich stärken wollen, muss auch der Impact in der Anwendung zählen. Wir brauchen KPIs, die den tatsächlichen Nutzen von Forschung abbilden – und Validierungsbudgets, mit denen erste Praxistests finanziert werden können. Und nicht zuletzt brauchen wir neue Karrierepfade: Wer sich zwischen Industriegründung und Professur für die translationale Arbeit entscheidet, muss dafür sichtbare Anerkennung und Perspektiven bekommen. Nur so können wir die Lücke im Innovationsprozess wirklich schließen.

Transfer ist eine Frage der Haltung

Trotz exzellenter Forschung an Hochschulen wie der RWTH gelingt der Transfer in die Wirtschaft also oft nicht. Welche strukturellen und kulturellen Barrieren sehen Sie hier und wie lassen sich diese überwinden?

Ein zentrales Hindernis liegt in der fehlenden Verankerung von Transferleistungen im akademischen Anreizsystem. Solange wissenschaftliche Karrieren fast ausschließlich an Publikationen und Drittmitteln gemessen werden, fehlt der Anreiz, sich systematisch mit der Wirtschaft zu vernetzen. Kooperationen mit der Industrie erfordern Zeit, Kommunikationsarbeit und unternehmerisches Denken – doch genau das wird bislang kaum honoriert.

Hinzu kommt ein strukturelles Problem: In vielen Instituten verschwinden vielversprechende Ergebnisse einfach in der Schublade, wenn die verantwortlichen Mitarbeitenden die Einrichtung verlassen. Gerade in den mittleren Entwicklungsphasen fehlt es an Zuständigkeiten, Prozessen und Ressourcen, um Technologien weiterzuführen. Projekte stagnieren, weil es keine definierte Struktur gibt, die systematisch anschlussfähige Lösungen in Richtung Markt bringt.

Wie kann so eine Struktur aussehen?

Die RWTH hat bereits vor mehreren Jahren mit der Gründung der RWTH Innovation GmbH hier bewusst gegengesteuert – als zentrale Anlaufstelle für Themen wie IP, Start-ups und Industriekooperationen. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung schlanker Governance und effizienter Prozesse. Und er zeigt Wirkung: Erfolgreiche Ausgründungen wie Black Semiconductor, Cylib oder Voltfang zeigen, wie Transfer konkret gelingen kann.

Doch Transfer ist nicht nur eine Frage der Struktur – es ist auch eine Frage der Haltung. In der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie prallen oft unterschiedliche Geschwindigkeiten und Erwartungshaltungen aufeinander. Manche Unternehmensvertreter denken bei Universitäten an langwierige Projekte ohne Marktfokus. Umgekehrt neigen Forschende dazu, zu viele Varianten zu analysieren, statt früh eine tragfähige Lösung zu verfolgen. Und: Technologien „von außen“ stoßen in beiden Systemen oft auf Skepsis.

Wie kann oder muss hier angesetzt werden?

Was wir brauchen, ist eine Form der Zusammenarbeit auf Augenhöhe – offen, pragmatisch und langfristig gedacht. Dieses Vertrauen entsteht, wenn beide Seiten Verantwortung übernehmen. Persönlich sehe ich mich nicht nur als Forscher, sondern auch als Mitgestalter an der Schnittstelle zur Industrie. Wer den Transfer ernst nimmt, muss auch bereit sein, aus der Perspektive des Unternehmers auf die eigene Forschung zu blicken.

Erfolgreicher Transfer gelingt, wenn Übersetzung zur Standardaufgabe wird: durch Validierungsräume, gemischte Teams, klare Ansprechpartner und eine Kultur, die Wirkung neben Exzellenz stellt. Die RWTH hat hier viele Bausteine geschaffen – jetzt geht es darum, sie verbindlich zu etablieren. Ein Beispiel, wie das gelingen kann, ist die langjährige Partnerschaft der RWTH mit Siemens. Dort zeigt sich, wie Transfer, Lehre und Forschung systematisch miteinander verzahnt sind – über Jahre gewachsen, getragen von gegenseitigem Vertrauen. Genau solche Kooperationen sind der Schlüssel, um strukturelle wie kulturelle Barrieren nachhaltig zu überwinden.

Das RWTH Tech Impact Festival ist ein Katalysator für neue Verbindungen, neue Perspektiven und gemeinsame Projekte.

Prof. Michael Riesener / Geschäftsführer Innovation GmbH

Als Initiator haben Sie das Tech Impact Festival ins Leben gerufen. Wie soll es dazu beitragen, den Innovation Gap zwischen Forschung und Anwendung zu schließen?

Mit dem RWTH Tech Impact Festival wollen wir eine Lücke schließen, die bisher kaum adressiert wird: Es gibt viele spezialisierte Fachveranstaltungen für einzelne Branchen – aber kaum ein Format, das die technologische Gesamtbreite einer Hochschule wie der RWTH sichtbar macht. Genau da setzen wir an. „Tech“ steht für die Vielfalt der Technologien, die an der RWTH erforscht werden. „Impact“ für die Wege in die Anwendung – von IP-Lizenzierungen über Spin-offs bis hin zu Industriekooperationen.

Und „Festival“ bewusst für ein Format, das Austausch und Offenheit fördert. Denn Transfer braucht Dialog – und Dialog entsteht nur dort, wo Menschen sich gern begegnen. Gerade für Innovations- und Tech-Scouts aus Unternehmen bietet das Festival ein zentrales Schaufenster: Sie wollen nicht fünfmal nach Aachen reisen, um einzelne Themen zu sichten, sondern sich an einem Ort und zu einem Zeitpunkt einen Gesamtüberblick verschaffen. Genau das ermöglichen wir – kuratiert, fokussiert und in einer Atmosphäre, die viel Austausch ermöglicht.

In der Konzeption orientiert sich das Festival an Formaten wie der EmTech-Konferenz des MIT, die seit Jahrzehnten neue Technologietrends im Zusammenspiel mit der Industrie sichtbar macht. Der Gedanke dahinter: Kollaboration beginnt mit Kommunikation. Bevor man gemeinsam entwickelt, muss man ein gemeinsames Verständnis entwickeln. Und das gilt auch für die Forschenden selbst: Sie erhalten die Möglichkeit, direktes Feedback aus der Praxis zu ihren Technologien zu bekommen – zur Relevanz, zur Marktnähe, zur nächsten Entwicklungsstufe. Genau an dieser Schnittstelle zwischen Idee und Anwendung soll das Festival ansetzen – als Katalysator für neue Verbindungen, neue Perspektiven und gemeinsame Projekte.

Was macht das Tech Impact Festival anders als klassische Tech-Konferenzen?

Im Unterschied zu vielen klassischen Tech-Konferenzen, die stark auf Präsentation setzen, liegt unser Fokus klar auf Interaktion und konkreten Anknüpfungspunkten. Es geht uns nicht darum, Technologien nur zu zeigen – sondern darum, Verbindungen zu schaffen: zwischen denen, die Technologien entwickeln, und denen, die konkrete Herausforderungen zu lösen haben. Deshalb stellen wir bei allen Formaten die Frage: „Wofür kann meine Technologie genutzt werden?“ oder umgekehrt: „Wer kann für mein Problem eine Lösung bieten?“ – das verschiebt die Perspektive aktiv von der Forschung hin zur Anwendung, und zurück. So wird das Festival zum Katalysator für Zusammenarbeit.

Wir setzen dabei bewusst auf dialogorientierte Formate – etwa auf Speed-Dating-Sessions, eine zentrale Interaktionsfläche oder Vorträge, die nicht einfach nur Ergebnisse präsentieren, sondern mit einem klaren Auftrag oder einer konkreten Frage an das Publikum verbunden sind. Gleichzeitig schaffen wir inspirierende Schnittstellen: Etwa durch die Einbindung von Start-ups, den gezielten Austausch mit Studierenden oder die thematische Verknüpfung mit HR-Fragen, etwa wenn es darum geht, neue Talente für Technologieprojekte zu gewinnen. Und: Als universitäres Format haben wir eine andere Grundlage als privatwirtschaftlich organisierte Konferenzen.

Wir sind wissenschaftlicher orientiert und können auf das Innovationspotenzial tausender Studierender, Promovierender und Forschender an der RWTH zurückgreifen. Genau das verleiht dem Tech Impact Festival eine Tiefe und Glaubwürdigkeit, die klassische Business-Konferenzen oft nicht erreichen.

Kreative Spannung ist der eigentliche Motor für Innovation

Beim Tech Impact Festival treffen unterschiedliche Disziplinen, Branchen und Denkweisen aufeinander. Welche Rolle spielt diese Vielfalt, wenn es darum geht, neue technologische Lösungen anzustoßen?

Im Deep-Tech-Bereich ist Vielfalt eine Grundvoraussetzung. Unsere großen Herausforderungen, sei es in der Mobilität, der Energieversorgung oder der digitalen Produktion, lassen sich nur mit komplexen, systemischen Lösungen bewältigen. Und solche Lösungen entstehen nur dann, wenn verschiedene Disziplinen zusammenkommen und ihre Perspektiven teilen. Gerade diese kreative Spannung, die entsteht, wenn Menschen aus unterschiedlichen Fachrichtungen, Branchen und Denktraditionen aufeinandertreffen, ist der eigentliche Motor für Innovation.

Aus dem konstruktiven Reibungsraum entstehen neue Ideen – gerade dann, wenn etablierte Routinen hinterfragt werden und vermeintlich Unvereinbares in neuen Kombinationen gedacht wird. Zugleich braucht technologische Entwicklung heute mehr denn je frühe Anschlussfähigkeit: Technologien müssen nicht nur technisch funktionieren, sondern auch nutzbar, skalierbar und gesellschaftlich akzeptiert sein.

Das gelingt nur, wenn schon in frühen Phasen Menschen aus Wissenschaft, Industrie, Start-ups, Politik und Gesellschaft gemeinsam am Tisch sitzen. Hier setzt das Tech Impact Festival an. Es schafft den Raum, in dem diese Vielfalt erlebbar wird – als Melting Pot der Perspektiven. Nicht als Konferenz im klassischen Sinn, sondern als Format, das Begegnung, Austausch und gemeinsames Weiterdenken in den Mittelpunkt stellt.

Warum ist Aachen der richtige Ort für ein Festival dieser Art – und was kann das Innovationsökosystem der RWTH, das andere nicht können?

Aachen ist prädestiniert für das Tech Impact Festival, weil hier viele verschiedene Voraussetzungen zusammenkommen: Technologie, Transfer und Teamwork – alles an einem Ort, physisch wie organisatorisch integriert. Der RWTH Aachen Campus ist europaweit einzigartig. In den Forschungsclustern arbeiten Forschung und Wirtschaft Seite an Seite – nicht nur symbolisch, sondern ganz praktisch. Über 400 Industriepartner entwickeln hier mit Forschenden neue Technologien, bauen Prototypen, testen in großtechnischen Anlagen und bringen Innovationen zur Marktreife. Wir können an einem Ort die gesamte Innovationskette abbilden – von der Grundlagenidee bis zum großtechnischen Demonstrator.

Was Aachen ebenfalls auszeichnet, ist die Tiefe der technischen Exzellenz in der Breite des Verbunds. Hier verbinden sich u.a. in den Profilbereichen Fachrichtungen, die anderswo getrennt agieren: Maschinenbau, Werkstoffe, Informatik, Energietechnik, Medizin und Mobilitätssysteme – in interdisziplinären Teams, mit einer gemeinsamen Ingenieurkultur und einer Haltung, die auf Umsetzung statt Theorie setzt. Genau das macht den Unterschied: In Aachen wird nicht nur geforscht, hier wird übersetzt – in wirtschaftliche Anwendung, industrielle Skalierung und gesellschaftliche Relevanz.

Mit RWTH Innovation GmbH als Transferplattform, starken Partnerschaften beispielweise mit der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Helmholtz-Institut und einer hohen Spin-off-Dichte im Deep-Tech-Bereich ist ein Ökosystem entstanden, das den Transfer nicht verwaltet, sondern aktiv orchestriert. Diese Orchestrierung hat eine ganz zentrale Bedeutung. Hinzu kommt die besondere Kultur des Miteinanders. Die Wege sind kurz, die Zusammenarbeit selbstverständlich. Das schafft Nähe, Vertrauen und die kreative Energie, die ein Format wie das Tech Impact Festival braucht.

Die großen Themen des Tech Impact Festivals, KI, nachhaltige Energie, Biotech, Future Mobility, sind die relevanten Herausforderungen unserer Zeit. Wie können diese in einem solchen Format nicht nur diskutiert, sondern auch konkret vorangebracht werden?

Wir wollen mehr als Diskussion – wir wollen Wirkung. Das Tech Impact Festival ist keine klassische Austauschplattform, sondern bewusst als Katalysator für Projekte konzipiert. Dafür braucht es konkrete Problemstellungen, greifbare Technologien und verbindliche Anschlussformate. Wir reden also nicht über Fragen wie „Wie wird Mobilität nachhaltiger?“, sondern über konkrete Herausforderungen wie: „Wie schaffen wir bis 2030 skalierbare Closed-Loop-Materialsysteme für Fahrzeuginterieur?“

Nur wenn Stakeholder aus Forschung, Industrie, Start-ups und Politik gemeinsam präzise Fragestellungen definieren, entstehen Lösungsräume, in denen echte Innovation möglich wird. Ein weiterer Schlüssel ist gezieltes Matchmaking: Wir bringen Akteure zusammen, die sich sonst nicht begegnen würden – Start-ups mit etablierten Unternehmen, Forschende mit Investorinnen und Investoren, Tech-Entwicklerinnen und ‑entwickler mit politischen Entscheidungsträgerinnen und ‑trägern. Das Ziel sind Kooperationen mit Substanz, nicht bloß Visitenkartentausch.

Damit aus Festivaldynamik nachhaltiger Fortschritt wird, setzen wir auf systematische und zentral gesteuerte Follow-up-Prozesse – von bilateralen Projekten über Co-Creation-Labs bis hin zu Förderkonsortien. So entsteht aus der Energie des Events ein verbindlicher Prozess. Kurz gesagt: Das Tech Impact Festival ist kein Kongress, sondern ein Reallabor für Zukunftstechnologien – ein Ort, an dem diskutiert, ausprobiert, vernetzt und entschieden wird. Das braucht es, um die großen Themen unserer Zeit voranzubringen.

Unser Anspruch ist, dass das Festival nicht nur inspiriert, sondern konkrete Vorhaben anstößt.

Was soll idealerweise im Anschluss über das Tech Impact Festival gesagt werden, welcher Impuls soll von Aachen ausgehen?

Idealerweise soll nach dem Tech Impact Festival niemand sagen: „Das war eine spannende Diskussion“, sondern: „Da ist etwas in Bewegung geraten“. Unser Anspruch ist, dass das Festival nicht nur inspiriert, sondern konkrete Vorhaben anstößt. Es soll sichtbar machen, wie Themen vernetzt und in die Anwendung gebracht werden. Nicht abstrakt, sondern greifbar. Aachen bietet dafür das ideale Umfeld: Hier werden Menschen zusammenkommen, die sich sonst nie begegnen würden. Solche Begegnungen auf Augenhöhe wollen wir gezielt fördern und daraus Kooperationen mit Substanz entstehen lassen.

Was wir also hören möchten, sind Sätze wie: „Wir gründen ein neues Konsortium.“ „Aus dem Gespräch ist ein gemeinsames Projekt entstanden.“ Oder: „Wir bauen jetzt einen Prototyp auf dem Campus Melaten.“ Wenn genau das nach dem Festival passiert, haben wir unser Ziel erreicht. Dann wird Aachen als Ort wahrgenommen, der möglich macht.