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Die Außenansicht auf das KiTa- und Bürogebäude.
Die Außenansicht auf das KiTa- und Bürogebäude.
Kinderlachen und Geodaten

Richtfest für KiTa- und Bürogebäude

Die RWTH Aachen hat Ende Januar den Rohbau eines sechsgeschossigen KiTa- und Bürogebäudes gefeiert. Der Neubau entsteht in Holz-Hybridbauweise, erfüllt den Standard „Effizienzhaus 40 EE“ und soll 2027 fertig sein.

Auf dem Campus Melaten wächst ein Gebäude, das zwei unterschiedliche Dinge zusammenbringt: Kinderbetreuung und wissenschaftliches Arbeiten. Am 28. Januar wurde Richtfest gefeiert. Die RWTH errichtet hier ein KiTa- und Bürogebäude – sechsgeschossig und mit weiter Sicht Richtung Uniklinik.

Geplant ist ein weißes, sechsgeschossiges Haus mit vielen kleinen Fenstern; die unteren Etagen sollen vollständig mit hellem Holz verkleidet werden. Die RWTH setzt auf eine Holz-Hybridbauweise – das bedeutet: deutlich mehr Holz, als lange üblich war – auch, weil Brandschutzanforderungen heute mit dem Material sicher erfüllt werden können. Professor Burkhard Walter (Walter + Reif Ingenieurgesellschaft), zuständig für Tragwerksplanung, Baustatik und Brandschutz, sagte: „Somit ist dies eins der innovativsten Gebäude in Nordrhein-Westfalen.“

Auch beim Energiebedarf setzt der Neubau klare Vorgaben. Durch den intensiven Holzeinsatz und weitere Maßnahmen – etwas den Verzicht auf große Glasfassaden – entsteht das Gebäude im Standard „Effizienzhaus 40 EE“. Der Energiebedarf liegt somit bei 40 % eines vergleichbaren Standardhauses. Geplant sind außerdem eine Wärmepumpe, die mit nachhaltigem Strom betrieben wird, und Photovoltaik auf dem Dach.

Rektor Prof. Rüdiger hält eine Rede beim Richtfest des KiTa- und Bürogebäudes.

Rektor Prof. Rüdiger hält eine Rede beim Richtfest des KiTa- und Bürogebäudes.

RWTH-Rektor Professor Ulrich Rüdiger verband das Projekt beim Richtfest mit der Frage, wie Arbeit, Wissenschaft und Familie zusammenpassen: „KiTa- und Bürogebäude am Campus Melaten – das hört sich nüchtern an, es steckt aber reichlich Leidenschaft dahinter.“ Und er betonte: „Hochschule bedeutet immer auch Verantwortung“. Fünf KiTas für Beschäftigte in Wissenschaft, Technik und Verwaltung gebe es bereits; zugleich gelte: „wir investieren gerne in eine wertschätzende Arbeitsumgebung, denn es sind die Menschen, die die RWTH zu dem machen, was sie ist.“

Die KiTa soll die ersten beiden Etagen belegen. Herzstück ist ein „Luftraum“ – Architekt David Koenigsfeld (Heinle Wischer Architekten) beschreibt damit ein Atrium im Innern, das beide Etagen verbindet und als zentrale Spielhalle dienen wird. Auf rund 1500 m² Nutzfläche sind 120 Kinder in acht Gruppen vorgesehen. Betrieben wird die KiTa im Auftrag der RWTH vom Studierendenwerk. Dessen Geschäftsführer Sebastian Böstel sagte: „Was für ein tolles Gebäude, wir freuen uns sehr darauf, dies schon bald betreiben zu dürfen.“

Die oberen vier Etagen sind für die RWTH-Geographie vorgesehen: Fünf Institute, 2500 m² Nutzfläche. Als sichtbares Zeichen der Nutzung ist eine Wetter- und Messstation auf dem Dach geplant. Koenigsfeld sprach von einer „spannenden Mischnutzung dieses prägnanten Solitärbaus“. Der Richtspruch des Zimmermanns Gebäudes in einem Satz zusammen: „Ein Raum für Arbeit, wo gedacht wird, ein Raum für Kinder, wo gelacht wird.“