Mit der Inbetriebnahme der Quantencomputerlabors im Cluster Photonik verfügt das Forschungszentrum Jülich über eine einzigartige Expertise und Infrastruktur, die den gesamten Entwicklungszyklus von der Suche nach geeigneten Quantenmaterialien über das Entwerfen von Schaltkreisen und passender Kryo-Elektronik bis hin zur Entwicklung von Demonstratoren und Anwendungen abdeckt. Mehrere maßgebliche Quantencomputer-Projekte, die Demonstratoren testen und betreiben, nutzen die Labors in Aachen. In dem Verbundprojekt, das vom Forschungszentrum Jülich koordiniert wird, entwickeln 25 deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen gemeinsam einen vollständigen Quantencomputer “made in Germany”.
Prof. Astrid Lambrecht, Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums Jülich erklärt: „Quantencomputer haben das Potenzial, gleich mehrere Forschungsgebiete und Wirtschaftssektoren zu transformieren. Fortschritte und Innovationen auf diesem Gebiet bieten enorme Chancen – nicht nur für die Forschung, sondern auch für die Wirtschaft in der Region, um neue Wertschöpfungsketten zu erschließen. Mithilfe von neuartigen Bauelementen, Quantenchips und Demonstratoren, die wir in Kooperation mit nationalen und europäischen Partnern in diesen Labors entwickeln, wollen wir wesentlich dazu beitragen, diese Technologie für praktische Anwendungen in der Wissenschaft und Industrie nutzbar zu machen.“
Übergeordnetes Ziel ist es, technologische und wissenschaftliche Grundlagen für zukünftige Quantencomputer zu schaffen, die in der Praxis einen spürbaren Quantenvorteil aufweisen.